Wählerstimme optimal einsetzen!

Welche Wirkung hat ihre Erststimmen?

Die Erststimme (Personenstimme) wirkt seit der Wahlrechtsänderung 2013 nur noch als „Vorzugsstimme“. Sie hat keinerlei Einfluss auf Prozente oder das Sitzverhältnis der Parteien untereinander, denn das richtet sich allein nach Zweitstimmen.

Die lt. Zweitstimmen-Ergebnis auf eine Partei entfallenden Mandate gehen zuerst an gewählten Direktkandidaten – Listenkandidaten folgen erst danach. Vereinfacht ausgedrückt schiebt jeder gewählte Direktkandidat einen seiner Parteikollegen von der Liste. Erststimmen sind für Parteien also bedeutungslos.

Direktkandidaten kommen nur durch Erststimmen in den Bundestag, wenn ihre Partei nicht antritt (wie z.B. bei mir) oder unter 5% bleibt. Solche Mandate werden bei den Parteien vor der Verteilung nach Zweitstimmen abgezogen – so erhalten sie weniger Sitze – doch das hat Seltenheitswert.

Was bedeutet das für unseren Wahlkreis?

Wird Herr Stracke gewählt (und wer zweifelt daran?), erhält er wieder ein Bundestagsmandat. Schafft er es nicht, rückt an seiner Stelle ein CSU-Listenkandidat nach – die CSU erleidet also keinen Nachteil.

Doch sollte die CSU in Bayern zu viele Direktmandate oder zu wenig Zweitstimmen erhalten, droht eine gigantische Aufblähung des Bundestages auf Kosten es Steuerzahlers. Wahlrechtsexperten haben lange darauf hingewiesen und gewarnt, doch die Parteien konnten (oder wollten?) sich auf keine Lösung verständigen. Warum auch, jedes zusätzliche Mandat spült Geld in ihr parteinahes Umfeld (Fraktion, Abgeordnete, Mitarbeiter usw.).

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